Mein Hund kann besser Karten lesen als ich: Reise mit dem Hund durch d…

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작성자 Juli
댓글 0건 조회 3회 작성일 26-07-29 11:03

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Ein Gespräch mit Hundetrainerin Klara Wiesenbach über nasse Pfoten, falsche Erwartungen und den Zauber der Stille.


Die Region Feldberg wirbt mit Wasser, Wald und Weite. Ein Traum für den Vierbeiner. Etwa? Ich begegne Klara Wiesenbach. Sie ist Hundetrainerin aus Bochum, wohnte jedoch selbst drei Jahre lang in Feldberg. Ihr Laden heißt „Pfotenweg". Ein Name, der alles sagt.


Die anfängliche Frage: Ist das Gebiet tatsächlich hundegerecht?


Ein trockenes Lachen von Klara. „Kommt drauf an, was Sie unter freundlich verstehen. Hier existieren keine Hundestrände mit Coca-Cola-Sonnenschirmen. Dafür gibt es das Gefühl, der erste Mensch seit Tagen zu sein, der diesen Pfad betritt." Neben ihr liegt ihr Rüde Benno. Ein Hund gemischter Rasse. Graue Schnauze und, friedliche Augen. „Dies ist kein Jahrmarkt. Es ist ein Platz, in dem Ihr Vierbeiner sich natürlich verhalten darf. Manche kommen damit nicht klar. Manchen fehlt das Koffein als Baumharz. Das ist okay. Dann fahren Sie doch lieber nach Usedom an die Ostsee. Da wird der Hund geduldet. Hier wird er respektiert." Sie meint das nicht böse. Eher nüchtern, wie jemand, der schon unzählige Hunde beobachtet hat in viel zu kleinen Urlaubsunterkünften.


Welche Unterkunft ist mit Hund empfehlenswert?


„Keinesfalls im Zentrum von Feldberg", antwortet Klara prompt. „Da ist es eng. Der Touristenzauber. Eisverkäufer, die keine Hunde mögen, weil die Tiere an Kleidungsstücken schnuppern. Suchen Sie sich eine Unterkunft am Stadtrand. Oder noch besser ist: in den Orten Lichtenberg oder Fürstenhagen. Viele Gasthäuser bieten mittlerweile extra Appartements mit Terrasse und Hundebox an. Bitten Sie um Insektenschutzgitter. Die Stechmücken hier sind wie eine Armee." Sie kratzt Benno am Ohr. „Und checken Sie die Bodenbeläge. Laminat mit Tierhaaren ist eine schwierige Kombination. Holzböden sind besser geeignet. Und nehmen Sie eigene Tücher mit. Dickes Material. Das Tier wird pitschnass. Aus." Sie macht eine kurze Pause. Sie trinkt Wasser aus einer Flasche. „Einmal hatte ich einen Gast aus Frankfurt. Dieser beklagte sich, dass sein Pudel am ersten Tag eine Zecke hatte. Was glauben Sie, wo wir sind? Das ist der Wald. Hier herrscht Natur. Jemand, der einen Pudel besitzt, der nur die gepflegten Grünflächen in kennt, könnte vielleicht einen Trainingsurlaub einlegen in Feldberg. Für Tier und Besitzer." Ein schräges Grinsen.


Die bedeutenden Gewässer: Wo darf der Hund rein?


„Das ist der typische Irrtum. Die Menschen erblicken das klare Wasser und glauben: Badespaß. Allerdings der Haussee, sowohl der Schmaler Luzin als auch der Breite Luzin haben oft Badezonen ohne Hund. Am Carwitzer See gibt es eine Mischung. Dort existiert ein offizieller Strand für Hunde. Er ist klein. Aber es gibt ihn." Sie listet mit den Fingern auf. „Ein Insidertipp: Der Krüseliner See. Weniger besucht. Und der Dreetzsee. Dort ist das Wasser weniger tief. Perfekt für Vierbeiner, die das Schwimmen nicht mögen. Doch Vorsicht: Geflügel am Wasser. Nicht jeder Hund versteht, dass die Ente kein Spielzeug ist. Und nicht jedes Geflügel kapiert, dass der Vierbeiner kein Raubtier ist. Führen Sie Ihren Hund auszeit im wald bungalow Zweifelsfall an der Leine. Es ist nicht verboten, den Vogel zu jagen. Es ist einfach nur blöd und belastend für alle, die daran beteiligt sind." Sie lehnt sich nach vorne. „Ich beobachtete mal einen Münchner. Von großer Statur, mit teuren Wanderschuhen, Silikonhalsband für den Hund. Er schickte seinen Golden Retriever ins Wasser. Der Vierbeiner paddelte los. Direkt auf eine Gruppe Schwäne zu. Das gab einen Aufruhr, sage ich Ihnen. Der Mann rief ‚Hier! Hier!‘ wie ein Dirigent, dem die Stöcke ausgehen. Die Schwäne entfernten sich. Das Tier kam wieder. Nasser als der Herr jemals in der Münchner S-Bahn wurde. Der Herr war wütend auf den Hund. Ich war verärgert über den Mann. Begreifen Sie? Nicht der Hund muss sich anpassen. Es ist der Halter. Während der Ferien fällt das sofort auf. Daheim ist der Vierbeiner der Herrscher. Hier fungiert er als Element eines natürlichen Systems. Das ist ein Unterschied wie zwischen einem Planschbecken und der Nordsee."


Was ist mit Wanderungen?


„Ach, das ist das Beste. Es gibt unzählige Kilometer an Rundwanderwegen. Der Rundpfad um den Schmalen Luzin zum Beispiel. Etwa zehn Kilometer. Teils trocken, teils schlammig. Gut geeignet für Hunde, die alles beschnüffeln. Doch nehmen Sie ausreichend Wasser mit. Und eine kleine Trinkschale. Die Bäche sind trinkbar, aber nicht jeder Hund verträgt das. Benno als Beispiel. Der sieht einen Tümpel und glaubt: Feinschmeckerlokal. Später leidet er an Durchfall. Dann sind Sie in der Situation, im tiefen Wald, mit einem Vierbeiner, der einem aufgeblasenen Ballon gleicht. Dafür haben Sie keine App. Nur einen Tierarzt in Feldberg. Sie sind kompetent. Aber warten Sie nicht, bis es zu spät ist." Sie tippt auf ihren Rucksack. „Tragetasche für Hunde. Hört sich albern an. Ist sie nicht. Falls das Tier nach zehn Kilometern lahm wird, tragen Sie ihn nicht auf Ihren Schultern. Glaubt mir, ich hab's versucht. Sah aus wie ein betrunkener Bergsteiger mit Wollknäuel auf dem Kopf."

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